Hamburger Stadtpark : GESCHICHTE

   


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Der 149 ha große Stadtpark in Winterhude wurde nach Planungen von Fritz Schumacher und Friedrich Sperber (später auch Otto Linne) mit seinen wesentlichen Grundstrukturen bis 1914 fertiggestellt und während des 1. Weltkrieges und in den 20er Jahren komplettiert. Vorausgegangen war eine lange Diskussion über die Notwendigkeit und schließlich die Gestaltung der Parkanlage. 

Während andere deutsche Großstädte schon Jahrzehnte vorher große öffentliche Parkanlagen (in Hamburg hatte man lange Zeit die Notwendigkeit schlichtweg verneint!) gebaut hatten, fiel die Hamburger Entscheidung nun in die Zeit eines großen gestalterischen Umbruchs.

Der Stadtpark setzte damals international beachtet neue Maßstäbe für zeitgenössische Gartenarchitektur und Stadtplanung. Er spielte eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des öffentlichen Grüns nicht nur in Deutschland. Das herausragende Gartendenkmal vereint auf bemerkenswerte Weise landschaftliche Bereiche und architektonisch strukturierte Parkräume, die jeweils an großen Achsen aufgehängt sind. Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten befriedigen auch heute noch die Ansprüche zahlreicher Besucher.
 


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Hamburger Stadtpark ca. 1930 

Der Stadtpark bezieht einen großen Teil seiner Wirkung aus diesem Zusammenspiel zwischen geraden Kanten und freien Formen. Viel ist von der ursprünglichen Wirkung heute verlorengegangen.

   
Gleichwohl ist der mehr als 90 Jahre alte Stadtpark trotz oder vielleicht auch wegen seiner immer noch erkennbaren, ursprünglichen Gestaltungsqualität eine vielfältig nutzbare, keineswegs museale sondern auch moderne Parkanlage, die im Bewusstsein der Bevölkerung fest verankert ist.

    
Der 1915 nach einem Entwurf von Otto Menzel fertiggestellte Wasserturm wurde 1930 als Planetarium umgebaut und bildet nicht zuletzt auch durch seine Monumentalität ein Wahrzeichen des Stadtparks. 
Im Planetarium befindet sich u.a. ein großer Vortragssaal, an dessen Decke unterschiedliche Sternenhimmel projiziert werden können.